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Speyer – Lemke ehrt Preisträger – Stadtwerke erhalten „Solarpreis“

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    Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar – Lemke ehrt Solarpreisträger: „Aufbruchstimmung steckt an“ – Drei Akteure aus Rheinland-Pfalz sind in diesem Jahr unter den Trägern der renommierten „Solarpreise“ und werden damit auf nationaler oder europäischer Ebene für ihr Engagement für Erneuerbare Energien und Klimaschutz ausgezeichnet. Energieministerin Eveline Lemke würdigte die Leistungen der Preisträger und stellte in Mainz die ausgezeichneten Projekte vor. „Das Land ist im Aufbruch, das zeigen die drei Preisträger. Sie gehören zu denen, die die Energiewende schon umsetzen und dabei großen Erfolg haben. Hier ist Aufbruchstimmung zu spüren, die ansteckt“, sagte Lemke.
    Der Rhein-Hunsrück-Kreis wurde als Vorbildregion für Erneuerbare Energien mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet. Die Evangelische Kirche der Pfalz erhält den Deutschen Solarpreis für ihr Weiterbildungsangebot zum „Projektentwickler für Energiegenossenschaften“ verliehen. Ebenfalls mit dem Deutschen Solarpreis prämiert wurden die Stadtwerke Speyer für ihr Projekt “100% regeneratives Stadtwerk” geehrt. Lemke: „Unser Ziel heißt 100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2030. Kommunale und bürgerschaftliche Aktivitäten, wie sie die Preisträger umsetzen, sind beispielhaft und ein Signal für das ganze Land.“

    Rhein-Hunsrück-Kreis
    „Diese hohe Anerkennung und Wertschätzung gilt nicht nur meinem Landkreis, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern, Firmen, Gemeinden und Verbandsgemeinden, die seit Jahren aktiv die Energiewende vorantreiben. Der Rhein-Hunsrück-Kreis dreht schon heute am Rad der zukünftigen dezentralen Energieerzeugung schwungvoll mit und profitiert enorm von der regionalen Wertschöpfung“, freut sich Landrat Bertram Fleck. Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist in Bezug auf Erneuerbare Energien und Klimaschutz eine Vorbildregion im Land. Der Anteil Erneuerbarer Energien im Strombereich lag 2010 bei über 65 Prozent des Jahresstromverbrauchs der Region (ca. 463 Millionen kWh in 2010). Nach Realisierung der im Bau befindlichen, genehmigten und beantragten Windenergieanlagen wird der Rhein-Hunsrück-Kreis bereits 2012 zum Stromexporteur.

    Evangelische Kirche der Pfalz
    „Immer mehr engagierte Bürgerinnen und Bürger wollen nachhaltige, regionale Energiekonzepte auf den Weg bringen und gründen Energiegenossenschaften. Projektentwickler unterstützen sie als Fachleute dabei kompetent. Die Idee der Weiterbildung ist aufgegangen, denn ausgebildete Projektentwickler haben mittlerweile über zehn Energiegenossenschaften initiiert und begleitet, weitere acht Genossenschaften sind in Gründung,“ so Dietmar Freiherr von Blittersdorff von der Evangelischen Kirche der Pfalz.
    Die Evangelische Kirche der Pfalz hat 2010 zusammen mit der innova eG und der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) das Weiterbildungsprogramm “Projektentwickler für Energiegenossenschaften” ins Leben gerufen. Die viermonatige Fortbildung ist als eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lernphasen konzipiert. Das Weiterbildungsprojekt wurde gemeinsam mit der LZU entwickelt und finanziert. Aktuelle unterstützende Maßnahmen für Energiegenossenschaften fördert das Wirtschaftsministerium finanziell.

    Stadtwerke Speyer
    „Die Stadtwerke Speyer, als gewachsener kommunaler Versorger und 100-prozentige Tochter der Stadt, sind in der komfortablen Lage, auf einer verlässlichen politischen Basis agieren zu können. Auch dieser Preis bestärkt uns weiter darin, dass wir bei Erzeugung und effizientem Einsatz von Energie nicht auf der Stelle treten dürfen. Hier sind Innovationen und mutige Projekte gefragt, aber auch große Investitionen in den Faktor Mensch. Wir müssen begeistern, nicht belehren“, betonte der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring.
    In Speyer hat der Stadtrat einstimmig das Ziel beschlossen, bis 2030 den Strom und bis 2040 auch die Wärme zu 100 Prozent regenerativ zu erzeugen. Handlungsgrundlage ist das im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit lokalen Akteursgruppen erarbeitete „Integrierte Klimaschutzkonzept“. Mit der Umsetzung der ehrgeizigen Energiewende wurden die eigenen Stadtwerke beauftragt. Im Strombereich sollen vorrangig die Potenziale in Speyer selbst genutzt werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Solarenergie. Bei der zukünftigen Wärmeversorgung setzt Speyer auf die in der Region anfallende bisher nicht genutzte Abwärme örtlicher Industrieunternehmen. Langfristig soll ein Großteil der Einwohner mit Fernwärme versorgt werden.

    Solarpreis: Hintergrund
    Der Europäische und der Deutsche Solarpreis werden seit 1994 von „Eurosolar – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V.“ (Gründer: Hermann Scheer) verliehen. Mit dem Europäischen Solarpreis werden herausragende innovative Projekte und Initiativen in Europa zur Anwendung Erneuerbarer Energien ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung durch EUROSOLAR findet Anfang Dezember in Berlin statt. Mit dem Deutschen Solarpreis werden Gemeinden, kommunale Unternehmen, Vereine oder Gemeinschaften, private Personen, Ingenieure, Architekten sowie Organisationen ausgezeichnet, die sich um die Nutzung Erneuerbarer Energien besonders verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte, Initiativen und Engagements prämiert. Die Preisverleihung fand in diesem Monat in Saarbrücken statt.





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