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Mannheimer HC bleibt im Rennen um den dritten EHL-Startplatz

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    Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Endspiel Hoffnungsrunde: Mannheimer HC – Berliner HC 3:2 (1:0) – Gastgeber spielen am Sonntag um den dritten EHL-Startplatz

    Der Mannheimer HC steht als erstes Team im Spiel um den dritten Startplatz in der Euro Hockey League. In einem nicht besonders guten, aber jederzeit spannenden Spiel setzten sich die Endrunden-Gastgeber mit 3:2 (1:0) gegen den Berliner HC durch. Die entscheidende Phase des Spiels war die letzte Spielminute, als erst der BHC den Ausgleich erzielte, dann jedoch den Mannheimern, die im ganzen Spiel geführt hatten, direkt der Siegtreffer gelang. Mannheim trifft nun am Sonntag um 11.30 Uhr auf den Sieger der Partie UHC Hamburg vs. Rot-Weiss Köln.

    „Ich hatte mich nach dem späten Ausgleich selbst schon auf die Verlängerung eingestellt“, gestand Mannheims Trainer Torsten Althoff. „Dass wir am Ende so zurückgekommen sind, ist sensationell. Wir haben die Partie zu Beginn gut im Griff gehabt, dann jedoch den Gegner wieder stark gemacht und nicht unverdient noch den Ausgleich kassiert.“

    BHC-Coach Friedel Stupp: „Die Enttäuschung ist riesengroß! Wir haben uns nach dem 0:2 großartig zurück gekämpft, große Moral gezeigt. Bitter ist, dass wir aus meiner Sicht nach dem Ausgleich eine Ecke hätten bekommen müssen. Aus dieser Situation entstand dann das 3:2 nur 30 Sekunden vor Schluss. Die Mannschaft hat sich zerrissen und ist jetzt natürlich entsprechend enttäuscht.“

    Die beiden Mannschaften begannen verhalten, leisteten sich in der Anfangsphase aber auch einige Ballverluste – ohne nennenswerte Folgen. Gerade, als Berlin sich besser sortiert hatte, ging Mannheim in Führung. Fabian Pehlke fand Sturmkollege Matthias Witthaus im Schusskreis, der frei stehend zum Schuss kam und BHC-Keeper Uli Bubolz keine Abwehrchance ließ (8.). Die Berliner zeigten sich davon nicht geschockt, sondern versuchten weiter, einen Weg durch die gut gestellte Mannheimer Defensive zu finden. Doch auch die Mannheimer bissen sich in der Folge die Zähne an der gegnerischen Hintermannschaft aus. Die nächste dicke Chance hatte der BHC: In der 17. Minute schlug Kevin Lim seine Flanke scharf in den Kreis, wo aber mit Niklas Cartsburg und Till Scharp gleich zwei Berliner am Ball vorbei rutschten. Jetzt waren die Hauptstädter am Drücker. Martin Zwicker spielte einen Freischlag auf den rechts gestarteten Sören Zeitler, dessen Zuspiel erneut Cartsburg ganz knapp verpasst – die bislang beste Chance der Gäste (18.). Auch die erste Strafecke der Partie hatten die Berliner: Martin Häner am Schuss, doch MHC-Keeper Tobias Walter war früh unten und parierte mit einem starken Reflex (23.). Beinahe mit dem Pausenpfiff noch eine Riesenchance für Mannheim: Witthaus eroberte den Ball, scheiterte mit seinem Schuss aber an Bubolz im BHC-Tor. Die Kugel gelangte zu Fabian Pehlke, der Bubolz im „Clinch“ ebenfalls nicht überwinden kann und letztlich etwas zu hoch zielte.

    Mit Beginn der zweiten Hälfte setzte sich der MHC im gegnerischen Viertel fest. Nach einem Freischlag-Schrubber von Tomas Prochazka in den Schusskreis war Routinier Michael McCann mit einem flachen Stecher zur Stelle und markierte so das 2:0 (37.). Doch wieder erarbeitete sich der BHC nach dem Gegentor ein leichtes Übergewicht, störte den Spielaufbau des MHC früh und wurde mit einem Siebenmeter belohnt. Tom Braun war im Kreis zu hart angegangen worden. Daniel Koschyk trat an und versenkte vom Punkt links unten (48.). Keeper Walter hatte die Ecke geahnt, konnte jedoch den Anschlusstreffer nicht verhindern. Auf der Gegenseite hatte Mannheim jedoch direkt die nächste Chance: Wieder spielte Prochazka den Ball in Richtung Tor, doch diesmal ging Bernatek zum Stecher, der aber das Gehäuse knapp verfehlte (49.). Es entwickelte sich eine durchaus muntere, wenn auch weiter keine sehr hochklassige Partie. Doch es schaffte keine Mannschaft, sich gefährlich vor dem gegnerischen Tor zu präsentieren. Berlin drückte zwar, scheiterte aber mit der zweiten Strafecke – Meinert lief gegen Häner ab (60.). Auch in der Folge hatte der BHC mehr vom Spiel: Robert Marx (63.), Pilt Arnold (67.) und Niklas Cartsburg (69.) vergaben jedoch gute Chancen. In der Schlussminute ging es noch mal hoch her. Erst bediente Cartsburg den frei stehenden Marx, der die Kugel nur noch Zentimeter über die Linie drücken muss. Als nun jeder bereits mit einer Verlängerung gerechnet hatte, bekam Mannheim noch eine Chance. Michael McCann brachte den Ball hoppelnd unter Kontrolle und bediente Patrick Hablawetz, der 35 Sekunden vor Schluss spektakulär volley den Siegtreffer für den MHC markierte.

    Tore:
    1:0 Matthias Witthaus (8.)
    ————————-
    2:0 Michael McCann (37.)
    2:1 Daniel Koschyk (7m, 48.)
    2:2 Robert Marx (70.)
    3:2 Patrick Hablawetz (70.)

    Strafecken:
    MHC 1 (kein Tor) / BHC 2 (kein Tor)

    Zuschauer:
    1.000

    Schiedsrichter:
    Benjamin Göntgen / Moritz Meißner

    Quelle: www.hockeyliga.de





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