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Sinsheim – Volleyball-Damen unterliegen trotz prominenter Unterstützung

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    Sinsheim / Metropolregion Rhein-Neckar – „Volleyball 1. Bundesliga SV Sinsheim“ – „Beim Krimi prominenten Fan gewonnen / Knappes 1:3 gegen Hamburg“ – Mindestens einen neuen Fan haben die Sinsheimer Volleyballerinnen am Mittwochabend in der Messehalle 6 beim Spiel gegen den VT Aurubis Hamburg gewonnen. Steffi Jones, OK-Chefin der Frauen Fußball WM 2011, hatte sich trotz Championsleagueabend für den SV Sinsheim entschieden und es trotz der 1:3 (21:25, 20:25, 25:22, 26:28) Niederlage nicht bereut. Sie fieberte mit den Kraichgauerinnen mit, ihr erster Gang nach der Partie war zum Team um sich von den Spielerinnen einen Ball mit Autogrammen zu holen. „Wir haben Volleyball als Ausgleich bei der Fußball-Nationalmannschaft gespielt, es ist ein toller Sport, den ich heute zum ersten mal live sehen konnte, ich bin begeistert von der Atmosphäre“ gab sie im Interview unumwunden zu und übernahm zusammen mit Sinsheims Bürgermeister Achim Kessler die Auszeichnung der wertvollsten Spielerin des Siegerteams aus Hamburg, Paulina Gomulka.
    Hamburgs Trainer Jean-Pierre Staelens war nach dem Spiel sichtlich erleichtert, dass es noch mal gut gegangen ist, „wir waren nahe dran am déjà vu Erlebnis vom Hinspiel. Sichtlich gerührt wollte er sich nicht auf eine mvp (wertvollste Spielerin) von Sinsheim festlegen. „Diese Auszeichnung gebührt heute dem ganzen Team des Gastgebers, einzigartig wie die gekämpft haben“, gab er zu, die Mannschaft dürfte nun auch ihn zum „erweiterten“ Fankreis zählen. „Ein vorbildlicher Auftritt meines Teams mit dieser Leistung muss uns nicht bange sein“ zeigte sich auch Sinsheims Coach zufrieden, wenngleich es hätte auch ein bisschen mehr sein dürfen.
    Immer neue Hiobsbotschaften zu Beginn der Woche; neben Jule Paul und Kathrin Neumaier, fielen mit Tonya Mokelki und Nora Götz vier Spielerinnen aus, Valerie Stolbowa, Libera der zweiten Mannschaft durfte schon zwei Spiele lang Erstligaluft schnuppern, nun war mit Kim Kretzer sogar aus der dritten Mannschaft eine Zuspielerin auf der Bank.
    Im ersten Satz starteten beide Teams noch recht verhalten, bei Sinsheim zeigte sich von Beginn an eine nervenstarke, im Angriff aggressive und im Aufschlag punktfreudige Spielführerin Julia Prus. Die Hanseaten konnten sich stets einen leichten Vorsprung erarbeiten, den sie am Ende mit 25:22 Punkten ins Ziel retten konnten.
    Auch der zweite Durchgang war zunächst ausgeglichen, Hamburg lebte von seiner individuellen Klasse, die in dieser Phase den Unterschied ausmachte. Lousiane Penha de Souza im Außenangriff und Kathy Radzuweit im Mittelblock, sowie Paulina Gomulka auf der Diagonalen machten die wichtigen Führungspunkte, aber beim SV regte sich schon heftigste Gegenwehr, es war deutlich zu sehen, wie das Team fightete (20:25) .
    Im dritten Satz platzte der Knoten, mit riskanten, aber auch effektiven Aufschlägen gingen die Sinsheimer Schmetterlinge schnell in Front und machten die wichtigen im Angriff. Hamburg wurde nervös und zeigte Nerven. Beim 17:17 gelang erstmals der Ausgleich, doch Sinsheim ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und machte den Sack beim 25:22 zu.
    Dramatik im hart umkämpften vierten Satz. Sinsheim gelangen die „big points“ nach langen Ballwechseln, aber Hamburg hielt individuell dagegen. Selbst nach dem 16:19 Rückstand, zeigte Luise Mauersberger mit dem 17. Punkt „Wir sind noch da“. Julia Osterloh mit einem Hammerblock, Julia Prus und Anne Vorsatz mit durchschlagendem Erfolg und es stand 21:20. Hamburg hatte dann das Quäntchen Glück auf seiner Seite, der SV wehrte beim 22:24 noch zwei Matchbälle ab, aber beim 26:28 war es dann leider geschehen.
    „Genau da müssen wir in den nächsten Spielen weiter machen und hoffen, dass unsere Bank dann wieder besser besetzt ist“ so Stefan Bräuer im Hinblick auf das richtungsweisende Spiel am kommenden Donnerstag (21.04) in Erfurt. Hamburgs Trainer Jean-Pierre Staelens sagte zum Abschied „Bis spätestens in einem Jahr“, kein Zweifel der SV Sinsheim wird’s schaffen!

    Weitere Infos unter www.sv-sinsheim.de
    -ska-





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